Qualitätsverluste und Maschinenausfälle frühzeitig erkennen
Herausforderung des Kunden
Der Kunde entwickelt und fertigt hochpräzise Honmaschinen für die Verzahnungsfertigung. Qualitätskontrollen hinsichtlich bestimmter Fehler sind aufwendig und werden daher nicht routinemäßig durchgeführt. Das hat zur Folge, dass Qualitätsverluste häufig erst nach der Endmontage erkannt werden. Ziel ist es, künftig eine integrierte Zustandsüberwachung anzubieten, die Qualitätsverluste und Maschinenausfälle frühzeitig erkennt. Dazu sollen Daten aus der Maschinenfunktionsuntersuchung (MFU) verwendet werden.
Die wesentlichen Herausforderungen dabei:
- Heterogene Datenlage: Die vorhandenen MFU-Daten sind uneinheitlich, teils nicht vergleichbar und durch Einstellprozesse oder abweichende Maschinenzustände verfälscht (z. B. stark unterschiedliche Bearbeitungszeiten, verschiedene Maschinenkonfigurationen, zwei Bearbeitungszentren mit unterschiedlichen Signalprofilen).
- Datenschutzanforderungen: Analysen müssen lokal auf dem Maschinen-PC ausgeführt werden.
- Fehlende Felddaten: Für ML-Modelle fehlen realistische Betriebsdaten, da Maschinendaten beim Endkunden meist nur im Ringspeicher vorliegen und überschrieben werden.
Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS, Institutsteil Entwicklung Adaptiver Systeme