Projekt TGM.plus

Projekt TGMplus

Projekt TGMplus

Wer sich effektiv auf kommende Situationen vorbereiten will, der beobachtet möglichst umfassend die Entwicklung und stellt sich darauf ein. Was für Menschen eine Selbstverständlichkeit ist, gilt auch für moderne Gebäude. Mit Hilfe der technischen Gebäudeautomation wird z.B. die Klimatisierung weitestgehend vorrausschauend gesteuert oder das Licht in leeren Räumen automatisch abgeschaltet. Im Projekt TGM.plus entwickelt ein Konsortium aus den sächsischen Unternehmen HERMOS SYSTEMS (Verbundkoordinator), decon und NSC gemeinsam mit dem Fraunhofer IIS/EAS eine Plattform, die diese technischen Möglichkeiten nutzt, um diese Gebäudesysteme zu optimieren. Das System nutzt zudem Betriebsdaten, um Informationen zum Anlagenverschleiß zu gewinnen. Das kann Kosten für die Instandhaltung reduzieren, ohne dabei das Risiko von Anlagenausfällen zu erhöhen. Auf diese Weise soll der Ressourcenverbrauch im technischen Gebäudebetrieb weiter deutlich reduziert werden - um mindestens 15 Prozent.

Der Lösungsansatz

Diese Einsparung wird erzielt durch die Gesamtbetrachtung des Verbrauchs an Energieträgern und Ressourcen für das technische Gebäudemanagement:

  1. Die Senkung des Energieverbrauchs (Elektroenergie, Brennstoffe/Wärmeträger) durch eine weiter optimierte, bedarfsgerechte Betriebsführung sowie
  2. die Reduzierung der Kosten durch eine lebensdaueroptimale Betriebsführung/Steuerung der Komponenten der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA) inklusive vorausschauende Wartung von TGA-Komponenten.

Kern des Verfahrens ist ein mathematisches Modell des betrachteten Gebäudes, das die Gebäudephysik, das Verhalten des installierten GA-Systems, das Verhalten der Gebäudenutzer sowie die Wechselwirkung des Gebäudes mit seiner meteorologischen Umgebung beschreibt. Dieses Modell wird automatisch aus vorliegenden historischen Betriebsdaten generiert und im laufenden Betrieb ständig verfeinert.

Gemeinsam mit den Projektpartnern wollen die Forscher des Fraunhofer IIS/EAS das System in einem Wohngebäude in Zwickau und (mit Unterstützung des Staatsbetriebs Sächsisches Immobilien- und Baumanagement SIB) im Hörsaalzentrum der TU Dresden auch vor Ort weiterentwickeln und erproben.

EFRE Sachsen 1

Das Vorhaben wird von der Europäischen Union und dem Freistaat Sachsen im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.