Projekt SATURN

Mikroelektronik ist weiterhin der Treiber von Innovation und Produktivität, allerdings wird in Europa immer weniger Mikroelektronik produziert und verbaut. Um diesem Trend entgegenzuwirken und auch zukünftig Markterfolge zu sichern, müssen innovative Technologien hier entwickelt werden. Dazu zählen unter anderem Taktile Intelligente Systeme (TIS), für die eingebettete Systeme von entscheidender Bedeutung sind. Sie übernehmen vielfältige Aufgaben zur Überwachung, Steuerung oder Datenverarbeitung in Bereichen wie der Industrieautomatisierung, Medizintechnik oder dem Transport. Dieser traditionell in Europa starke Marktbereich wird in zunehmendem Maße mit der Herausforderung der Vernetzung mit dem Internet konfrontiert.

Das Projekt SATURN fokussiert sich dabei auf die Entwicklung innovativer Sensorknoten, die mithilfe von Echtzeit-Connectivity Technologien drahtlos miteinander verbunden werden. Damit ergeben sich komplett neue Anwendungsbereiche. Auf diese Weise können eingebettete Systeme miteinander und mit der Cloud vernetzt werden. Im Projekt soll als Demonstrator ein echter taktiler Sensor erarbeitet werden, der in Miniaturformat als neuartiger 2D/3D-Scanner für das Taktile Internet entsteht und erforscht werden wird. Eine zentrale Herausforderung ist dabei die Übertragung der von den Sensoren gelieferten Daten. Hierbei spielt die drahtlose Kommunikation mit minimalen Latenzzeiten (1ms) eine entscheidende Rolle.

Das Fraunhofer IIS/EAS wird innerhalb von SATURN einerseits Systemmodelle und –simulationen erarbeiten, um die Sensorsysteme sicher zu entwickeln. Daneben sind die Forscher auch maßgeblich an der Umsetzung der Echtzeit-Connectivity und Sicherheit beteiligt. Dabei spielt vor allem die Entwicklung eines Koexistenz-Moduls eine entscheidende Rolle, mit dem verschiedene Funktechnologien innerhalb einer Umgebung zuverlässig analysiert werden können. Dieses Modul wird Bestandteil eines geplanten Connectivity Demonstrators.

 

Projektstatus: abgeschlossen

EFRE Sachsen 1

Das Projekt wird von der Europäischen Union und dem Freistaat Sachsen im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.