Projekt RAdCoM

Um Sicherheitsrisiken zu vermeiden und mögliche Gefahrenstellen rechtzeitig zu entdecken, werden Gebäude oder Bahnbrücken mit Condition-Monitoring-Systemen ausgestattet. Dabei müssen die eingesetzten Sensoren oft weit entfernt voneinander angebracht werden. Um den enormen Aufwand durch die notwendige Verkabelung zu minimieren, könnten die Sensoren drahtlos kommunizieren. Allerdings wird diese Technologie bislang nicht eingesetzt, da in vielen Fällen die Funkkommunikation im Bahnumfeld zu stark gestört wird, zum Beispiel durch vorbeifahrende Triebfahrzeuge.

Um dennoch die Vorteile der drahtlosen Verbindungen zu nutzen und die vorhandenen Schwierigkeiten zu umgehen, soll im Rahmen von RAdCoM ein Diagnosesystem entwickelt werden, das hybride Kommunikationswege nutzt. So sollen zum einen die Kosten für eine Verkabelung minimiert werden. Andererseits soll damit ein modularer Aufbau des Überwachungssystems möglich sein, das sich besser an bauliche Gegebenheiten anpassen lässt als bisher

Lösungsansatz

Die drei Projektpartner arbeiten an einem Funktionsmuster für ein universell einsetzbares System, in dem verschiedene Sensoren zur permanenten oder turnusmäßigen Bauwerksüberwachung eingesetzt werden. Diese Sensoren sollen ihre Daten zum Teil drahtgebunden, aber vor allem drahtlos übertragen. Das Diagnosesystem muss sehr robust und zuverlässig arbeiten. Dafür basiert es auf einer Vernetzungsstrategie, mit der sich das System weitgehend selbst an vorhandene Bedingungen anpassen kann.

Das Fraunhofer IIS/EAS arbeitet hauptsächlich an dem Entwurf und der Implementierung einer geeigneten Vernetzungsstrategie. Außerdem wird das Institut die hybride Datenübertragung umsetzen und Algorithmen zur Selbstdiagnose erforschen. Auch die Entwicklung einer Bewertungssoftware wird hier vorangetrieben, die entweder auf die Sensorknoten verteilt wird oder in einer Zentraleinheit angesiedelt ist.

 

Projektstatus: abgeschlossen

BMBF

RAdCoM wurde im Rahmen des Programms „KMU innovativ“ durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.